Von Bengalos, Platzstürmen und Kreuzzügen bei Medien und Verband

Beste Unterhaltung gab es vorgestern Abend am Fernseher, auch für Menschen, die eigentlich keine Fußballfans sind. Erst gab es eine effektvolle Lightshow, dann einen Platzsturm vor Spielende. Leider weiß man als Fußballfan dann auch schon vorher, das man am nächsten Tag in der Presse nicht mehr so viel zu lachen hat.

Angefangen bei der Pyroaktion auf beiden Seiten nach dem 2:1 für Fortuna Düsseldorf. Dabei wurden vor allem auf Berliner Seite auch massenhaft Bengalos auf den Platz geworfen. Bei den Gästefans natürlich ganz klar eine Frust-Aktion, schließlich steht man mit 1 3/4 Beinen in der zweiten Liga. Was man sich davon verspricht, dies so zu äußern, sei einmal als Frage in die Runde geworfen. Hier entsteht dann auch absolut ein Risiko durch die Pyroaktion, denn es wird billigend in Kauf genommen bei den Würfen in den Innenraum Spieler, Ordner oder sonstige dort anwesenden Personen zu treffen. Auf Heimseite das genaue Gegenteil, die Aktion ein Ausdruck der Freude über die fast sichere Rückkehr in die Bundesliga. Wer mich kennt weiß das ich durchaus pro Pyro bin. Das Ganze sieht gut aus und die angeblich so gigantisch große Gefahr hält sich normalerweise in Grenzen. Dies soll nicht heißen sie existiert nicht, natürlich ist beim kontrollierten Zünden immer auch ein Restrisiko vorhanden. Aber auch ich stand schon oft genug bei Pyroaktionen in direkter Umgebung und spürte weder eine Gefahr für mich, noch wurden dabei jemals Leute verletzt (was wiederum nicht heißt, das es nicht möglich wäre). Während man aber auf Berliner Seite immerhin noch den Grund nachvollziehen kann, warum denn die Pyro’s in den Innenraum flogen (was wie oben schon angeschnitten dennoch auch für mich ein No-Go ist – Pyro ist so lange geil, wie dadurch keine Personen unnötig gefährdet werden), muss man doch auf Fortuna-Seite fragen: Warum bitte wirft man in dieser Situation Bengalos in den Innenraum?

Chemnitzer FC - FCS 1:0

Symbolbild: Chemnitzer Pyroshow beim Heimspiel gegen Saarbrücken

Hier sei aber auch ein Stein an den DFB geworfen: Ein großer Reiz und auch mit der Hauptgrund für das Restrisiko bei Pyroaktionen ist das Verbot und daraus resultierend das unkontrollierte Zünden. Die Gespräche für ein ermöglichen des kontrollierten Abbrennens waren da, wurden vom DFB aber aus fadenscheinigen Gründen abgebrochen. So setzt man statt auf die sinnvolle Variante, Pyrotechnik zumindest für einen Testzeitraum kontrolliert zu erlauben, weiterhin auf sinnlose Repression, wie beispielsweise Geldstrafen für die Vereine, welche die Verursacher aber nur interessieren, wenn sie selbst überführt werden können. Ein fortgeschrittenes Beispiel ist auch das Geisterspiel, mindestens genauso ungeeignet. Hier wird neben dem finanziellen Verlust für den Verein auch der nicht zündelnde Fan bestraft, welcher aus dieser Ungerechtigkeit heraus dann auch eine Abneigung gegen den Verband entwickelt.

Über die Medien muss man bei diesem Thema eigentlich schon gar nicht mehr sprechen, zündeln bei Übertragungen durch Fans von nicht-Deutschen Vereinen ist in der Regel nord-, west-, ost- oder südländische Mentalität, in jedem Fall aber wird es nicht negativ gesehen. Ganz anders bei Fanszenen deutscher Vereine: dort ist dann von Chaoten und Pyro-Terror und schlimmerem die Rede. Auch werden nur allzu gerne Pyromanen mit Gewalttätern gleichgesetzt, was natürlich ebenfalls absoluter Quatsch ist.

Als sei das nicht schon genug gewesen um wieder ausreichend unnötige Zeitungsberichte zu erzeugen gab es dann auch noch dreiste Düsseldorfer Fans die im Freudentaumel einen Abseitspfiff für den Schlusspfiff hielten und zu früh auf den Platz stürmten.Hier ging es im Nachhinein erst richtig hoch her. Da saßen Hertha-Spieler, die sich 30 Minuten vorher in den Bengalo-Regen stellten, plötzlich “mit Todesangst leichenblass in der Kabine”, weil Fortuna-Fans ohne sich für sie zu interessieren am Feiern waren. Der Schiedsrichter “musste” das Spiel wieder anpfeifen, um “ein Blutbad zu vermeiden”. In den Medien wurden kurzerhand Platzstürme mit Gewaltmotiv, wie beispielsweise einen Tag zuvor in Karlsruhe, mit solchen aus Freude, wie eben in Düsseldorf, gleichgesetzt. Auch DFB und DFL wollten dabei nicht außen vor bleiben und bezogen sogleich Stellung zu den Vorkommnissen.

Sehr schön wird das Ganze auf tagesschau.de zerrissen: “2009 führte die DFL die Spiele wieder ein, um noch mehr Spannung und Emotionen zu erzeugen.” Und nun regt man sich darüber auf, dass die gewollten Emotionen, die sich auch gut an Sky und Co. verkaufen lassen, auch tatsächlich auftreten. Auch dieses Problem ist hausgemacht, denn eigentlich will man bei den Verbänden keine Emotionen. Das fängt bei der gelben Karte für Trikot ausziehen an und geht immer weiter, eben unter anderem auch beim Verbot, die Zuschauer in den Innenraum zu lassen. Fußball ist aber nun einmal eine emotionale Angelegenheit, daran werden auch keine Verbote was ändern, höchstens verschlimmern. Es wird auch zukünftig Platzstürme bei Aufstiegen geben, es wird auch zukünftig Pyroshows zu sehen geben. DFL und DFB ist die Möglichkeit gegeben hier das Gefahrenpotential soweit wie möglich heraus zu nehmen, in dem man sich mit den Fans ERNSTHAFT über Lösungen unterhält oder aber es weiterhin untersagen und zusehen, wie die Verbote verpuffen. Aber die Emotionen beim Fußball abschaffen kann man nur, wenn man den Fußball abschafft.

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Die liebe Zeit…

Man mag es vielleicht nicht glauben, aber eigentlich lebe ich noch, auch wenn man es hier nicht bemerkt. Dabei fehlt es mir nicht einmal an Themen, tatsächlich könnte ich spontan 3-4 Artikel raushauen, die teils schon Wochen auf meiner ToDo-List stehen. Der einschränkende Faktor ist hier die Zeit. Wer selbst eine Homepage oder einen Blog betreibt, wird das Problem auch kennen, schließlich hat man einen Artikel nicht in ein paar Sekunden zusammen geschrieben. Ich hoffe aber in den nächsten Tagen auch wieder aktiver im Schreiben werden zu können und nicht nur neue Bildergalerien einzufügen.

Als kleiner Ausblick kann ich an dieser Stelle schon einmal sicher einen kleinen Konzertbericht sowie einen Rück- und Ausblick auf die vergangene und kommende Saison des FCS versprechen, wobei ich mir über die Reihenfolge noch nicht ganz im Klaren bin. Neue Bildergalerien wird es natürlich ohnehin auch weiter geben.

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Die Nachlese zur Wahl

Ging ich schon bei Bildung der Jamaika Koalition davon aus, die Koalition würde nicht bis zur nächsten Wahl durchhalten, kam es im Januar doch ein wenig überraschend zur Auflösung. Auch beim Grund wurde ich überrascht, rechnete ich eigentlich mit den Grünen als Grund der Auflösung, wurde es letztendlich die FDP. Wollte ich nun eigentlich noch vor der Wahl einen ausführlichen Beitrag über Selbige schreiben, ist dieser letztendlich aus Zeitgründen ausgefallen. Manches, noch aktuelles davon habe ich hier integriert.

Die (fast) unnötige Wahl

Vergangenen Sonntag war es nun also soweit, im Saarland wurde der neue Landtag gewählt. Dabei wurde die Wahl eigentlich schon vorher zur Farce, denn die CDU und SPD nahmen bereits nach Auflösung der Jamaika-Koalition Verhandlungen für eine große Koalition auf. Da man sich aber nicht einigen konnte, wer den Ministerpräsidenten stellen darf, Da man aber fand, dies müsste das Volk legitimieren, einigte man sich auf Neuwahlen, die laut verschiedener Quellen rund 1 Mio. Euro kosten. Bei 13.000.000.000€ Schulden kommt es darauf auch nicht mehr an denkt man sich wohl. Jedenfalls sollten die spannendsten Fragen lauten, ob die Grünen und natürlich meine Piraten den Einzug in den Landtag schaffen. Natürlich wurde auch entschieden wer die große Koalition anführen wird, da ich bei einer großen Koalition aber ohnehin Stagnation erwarte ist dies aus meiner Sicht relativ egal.

Die FDP säuft ab

Der FDP konnte die Wahl auch relativ egal sein, hier war schon vorher klar, das es nicht für den Einzug in den Landtag reichen würde. Das Ergebnis überraschte dann dennoch: 1,2%, rund 250 Stimmen mehr als die NPD. Die FDP sollte sich unbedingt mal Gedanken um ihre Politik machen, denn die ist katastrophal, wie das Wahlergebnis (und auch wieder die kürzliche Entscheidung in Sachen Schlecker) beweist.

Grüne zittern sich ins Parlament

Exakt 5,0% erreichten die Grünen, bezieht man die 2. Kommastelle ein 5,04%. Damit haben sie es gerade noch in den Landtag geschafft. Schade wie ich finde, für die Entscheidung, 2009 statt rot-rot-grün der Macht wegen Jamaika zu wählen, hätten sie 4,99% bekommen müssen. Andererseits gibt es aber auch bei den Grünen noch ein paar fähige Leute, die im Landtag gut aufgehoben wären. Ob diese auf den 2 Sitzen der Grünen hocken wird sich zeigen.

CDU überraschend klar vor SPD, Linke drittstärkste Partei

Ein wenig überraschend auch die klare Entscheidung in der Spitze: Hatte man eine Zielfoto-Entscheidung zwischen CDU und SPD erwartet, hatte die SPD es “nur” auf 30,6% geschafft, während die CDU mit 35,2% klar besser Abschnitt und damit auch aller Wahrscheinlichkeit nach Annegret Kramp-Karrenbauer die Ministerpräsidentin bleiben wird. Die Wahlfarce hat scheinbar nicht nur mich gestört, sondern auch viele vom Wählen abgehalten. Ob diese dann gerade die SPD gewählt hätten steht zwar wieder auf einem anderen Blatt, aber die Möglichkeit besteht jedenfalls. Interessant gäbe es hier nur noch, wenn die SPD sich kurzerhand doch dafür entscheiden würde, eine alternative Koalition in Betracht zu ziehen.

Möglich wäre dies mit den Linken. Die Linke verloren zwar deutlich im Vergleich zu 2009, erreichten mit 16,1% für den Westen aber immernoch ein überdurchschnittlich gutes Ergebnis, was nicht zuletzt an Oskar Lafontaine liegen dürfte. Rot-Rot würde höchstwahrscheinlich deutlich mehr umsetzen können als eine große Koalition, zugegebenermaßen hat die SPD aber leider kaum eine andere Wahl als mit der CDU zu koalieren, sonst würde sie sich absolut unglaubwürdig machen.

Piraten klar im Landtag

Kommen wir zu meiner Partei. Aus dem Stand heraus auf 7,4% ist natürlich absolut traumhaft, aber nicht vollends unerwartet. Dass man die 5%-Hürde knacken kann, wurde bereits bei den Umfragen vor der Wahl klar. Dieses Ergebnis ist aber um einiges besser als alle Prognosen. Das darf nun aber kein Grund sein sich zurückzulehnen, denn zum Einen wird es einfach so sein das ein Teil davon einfach Protestwähler ist, die es zu Überzeugen gilt, dass wir eine echte Alternative und keine Protestpartei sind, zum Anderen gilt es nun sich aus der Opposition heraus für die eigenen Ziele einzusetzen, damit die Wähler sich in 5 Jahren nicht enttäuscht wieder abwenden.

Die Sonstigen

Auch dieses Mal gab es noch einige Parteien die nur unter “Sonstige” geführt werden. Die Stärkste davon war noch satte 0,5% besser als die FDP. Dennoch hat die Familienpartei mit 1,7% im Vergleich zu 2009 noch leicht verloren. Dies mag vielleicht auch an ihren Stellungen zu manchen Themen liegen. So kann man zum Beispiel beim Thema Stadionneubau in Saarbrücken durchaus gute Argumente dagegen haben. “Kaiserslautern spielt erste Liga” ist gleich aus mehreren Gründen keines davon: Sieht man einmal davon ab, dass der Verein Kurs Richtung Liga zwei gesetzt hat, liegt Kaiserslautern immernoch in einem anderen Bundesland und hat mit der Frage ob das Saarland ein ordentliches Stadion braucht nichts zu tun.

Die FDP wird dann bald wohl auch unter Sonstige geführt werden, der Prozentmäßig gleichstarken Partei schenke ich keine Werbung.

Dann gab es noch die Freien Wähler, die vor der Wahl vor allem mit Querelen auf sich aufmerksam machten. So sagten sich vorher zahlreiche kommunale Freie Wähler von denen los, die für den Landtag kandidierten, beispielsweise in Sulzbach. Dennoch schafften sie es immerhin 0,9% zu erhalten.

Angetreten war auch noch “Die Partei”, die allerdings nur in Saarlouis und Saarbrücken zugelassen wurde. Die Partei schaffte es dennoch auf 0,5%.

Das Gegenstück bildet die Initiative direkte Demokratie, welche nur in Neunkirchen antreten durften. Vor der Wahl machten sie auf sich aufmerksam in dem sie das Verfassungsgericht des Saarlandes dazu brachten, wenige Tage vor der Wahl über den Fall der 5%-Hürde zu entscheiden. Generell auch ein Ziel dass die Piraten teilen, allerdings sollte man sich vorher Gedanken um eine Alternative machen,  zwar gibt es unterhalb dieser durchaus noch Parteien die zu Unrecht durch die Hürde benachteiligt werden, allerdings gibt es durchaus auch Parteien bei denen dies ganz praktisch ist. Wie auch immer, das Verfassungsgericht ließ die 5%-Hürde weiter bestehen und gab wie bereits in einer früheren Entscheidung dem Landtag den Auftrag, den Sinn der Hürde zu überprüfen. Die Initiative direkte Demokratie schaffte bei der Wahl dann übrigens nur 0,1%.

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Auf und ab beim FCS

Der FCS sammelt wieder Punkte, allerdings bei einem stetigen auf und ab: gegen Bielefeld verloren, gegen Aalen gewonnen, in Wiesbaden verloren. Am Samstag ging es nun gegen Jahn Regensburg, die sich (wie die halbe Liga) noch Hoffnungen auf wenigstens den Relegationsplatz machen dürfen. Dabei sah es im Hinspiel für beide Teams noch besser aus, denn zu dem Zeitpunkt war der FCS Tabellenführer, Regensburg auf Rang 2. Dazu war es ein Live-Spiel im Fernsehen, was dem FCS wohl nicht gut tat, denn man verlor nicht nur 4:1, sondern auch die Serie von 21 ungeschlagenen Spielen in Folge.

1. FC Saarbrücken - SSV Jahn Regensburg 1:0

Erneut änderte sich die Startformation etwas, dabei fiel vor allem auf, dass Kruse in der Innenverteidigung spielte. Die erste Halbzeit war geprägt von Mittelfeldgeplänkel, Torchancen absolute Mangelware und das Spiel dementsprechend unansehnlich für die Zuschauer. Die einzige nennenswerte Gelegenheit hatte Hein für Regensburg. Er ging in der 27. Minute allein auf das Gehäuse von Marina zu, dieser parierte aber glänzend. Wenn es schon keine Torchancen gab, konnte man sich aber auf Anderes konzentrieren, so fiel den Zuschauern auf, dass Tobias Schweinsteiger sich dauernd auf dem Boden wälzte und herum meckerte. Warum der Schiedsrichter dies nicht mit einer gelben Karte unterband bleibt wohl sein Geheimnis, die Fans quittierten es jedenfalls mit einem Pfeifkonzert.

Die Heimelf kam nun besser aus der Kabine, die Gastgeber erspielten sich nun einige Chancen unter Anderem durch Eggert und Özbek, die aber zunächst ungenutzt blieben. In der 60. Minute kam Kohler für Özbek, dies sollte eine Minute später von Bedeutung sein. Denn eben Kohler bekam den Ball auf der rechten Seite und flankte in den Strafraum, Wurtz verpasste zwar noch, aber Stiefler hinter ihm drosch den Ball zum 1:0 für die Blau-Schwarzen ins Netz. Kurz darauf erneut die Chance für Wurtz zum Tor, den Eckball von Stiefler, der danach verletzt raus musste, köpfte Wurtz aber knapp neben den Pfosten. Nun merkte auch Schweinsteiger, dass er etwas tun muss außer sich auf dem Boden zu wälzen und kam zu seiner einzigen Chance. Regensburg kombinierte sich in die Offensive, Schweinsteiger bekam den Ball völlig freistehend vor Marina, machte es ihm aber nicht allzu schwer den Ball zu halten. Das war es dann auch schon wieder mit Schweinsteiger, im Hinspiel noch mit 2 Toren, dieses Mal fast völlig kalt gestellt. Regensburg warf logischerweise alles nach vorne und erzielte dann auch das Tor, Kialka köpfte eine Flanke ins Tor. Dennoch stand es weiter 1:0, denn Kialka stand dabei im Abseits. Anschließend dann auch Saarbrücken nochmal mit einem Konter um alles klar zu machen, doch die Hausherren spielten diesen nicht konsequent genug aus und ließen die Chance verstreichen. Dennoch blieb es beim 1:0.

1. FC Saarbrücken - SSV Jahn Regensburg 1:0

Aktuell ist die Restsaison für den FCS noch durchaus interessant, hat man doch derzeit sowohl nach oben als auch nach unten jeweils acht Punkte Abstand und bei noch acht ausstehenden Partien noch 4 gegen Teams, die gerne wenigstens den Relegationsplatz haben möchten. Auch beim FCS selbst weiß man nicht was man nun erwarten soll: Spielt man wie zu Saisonbeginn könnte man mit etwas Glück tatsächlich noch einmal angreifen, legt man wie zu Beginn der Rückrunde einen negativen Lauf hin könnte man mit etwas Pech auch noch einmal unten rein rutschen und spielt man wie zuletzt weiter beides gemischt bleibt man wohl im Mittelfeld. Im Verein sollte man sich nun voll auf Erfurt konzentrieren und dort ebenfalls einen Dreier einfahren, dann dürfte man nach unten bereits aus dem Gröbsten heraus sein und kann entspannt schauen was im Rest der Saison noch so geht.

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Der FCS ist wieder da…

…leider aber nur der Rückrunden-FCS. Das zeigte der FCS gestern auch in Wiesbaden, wenngleich ich das Spiel nicht derart desolat fand wie noch Darmstadt und Bielefeld. Dennoch war das Spiel eher zum Aufregen geeignet.

Da sich mit Forkel und Gehring zwei weitere Verteidiger verletzt hatten, stellte Luginger Stiefler wieder in die Abwehr, obwohl inzwischen jeder gesehen haben dürfte, dass Stiefler’s Talente in der Offensive liegen. Warum man hier dann nicht einfach einmal Mut zum Risiko beweist und gegen einen Abstiegskandidaten mit 3-5-2 spielt, statt Stiefler wieder auf die für ihn nicht gerade erfundene Position des Rechtsverteidigers zu stellen, bleibt mir ein Rätsel.

SV Wehen-Wiesbaden - 1. FC Saarbrücken 3:2

Saarbrücken legte gut los, in der 3. Minute hatte Eggert bereits die erste Torchance, verfehlte das Wehener Gehäuse aber knapp. Gleich darauf auch Janjic mit der ersten Chance für die Hessen, doch Marina hielt. In der 24. Minute dann der FCS mit dem 0:1. Stiefler legte auf Ziemer, der legte ab zu Laux, welcher mit einem eigentlich eher schwachen Schuss aber dennoch den Führungstreffer erzielte. Im Gegenzug bewies die FCS-Defensive wieder ihre Anfälligkeit, eine Flanke von Mintzel köpfte Janjic eine Minute nach der Führung zum 1:1 ins Netz. Gleich darauf Wehen erneut im Angriff, Ivana flankt erneut auf Janjic und der FCS hat in dem Moment großes Glück das Letzterer nicht an den Ball kommt. In der Zwischenzeit fingen sich die Molschder langsam wieder, Eggert hatte zwei gute Möglichkeiten, erneut in Führung zu gehen, doch es blieb zunächst beim 1:1. Zumindest bis zur 37. Minute. Da war plötzlich Bieler für Wiesbaden auf der linken Seite völlig allein – dies liegt letztlich auch wieder daran, dass Stiefler auf der falschen Position spielen musste und er und Wurtz sich gegenseitig störten – , legte ab auf den vor Marina frei stehenden Wohlfarth und der nahm das Geschenk an und erzielte das 2:1 für die Hausherren.

Zur Halbzeit nun der nächste katastrophale Fehler in der Aufstellung. Zwar kann Luginger nichts für die Verletzung von Özbek, sehr wohl aber für die Einwechslung von Salifou. Was dieser in der zweiten Halbzeit zeigte, war unter aller Kanone. Stellvertretend hierfür seine Erste und seine Letzte Szene: Ziemer schirmt vor einem Wiesbadener den Ball ab, damit Salifou ihn sich holen kann. Der hatte darauf aber keine Lust und trabte nebenher, bis Ziemer das realisierte und den Ball zu einem anderen Spieler passte. Kurz vor Schluss ging eine Flanke von links über den Strafraum hinweg, auf der rechten Seite hatte Salifou gute 10 Sekunden um den Ball zu kontrollieren, schaffte es aber dennoch mit dem Ball völlig unbedrängt ins Aus zu tanzen. Mit Verlaub, für dessen 5-stelliges Monatsgehalt hätten wir auch zwei Nachwuchstalente bezahlen können, das hätte uns wahrscheinlich mehr gebracht. Dies hätte Dieter Ferner vermutlich auch so gemacht, wenn man ihn denn gefragt hätte. So spielte der FCS also die zweite Halbzeit quasi nur mit 10 Mann. Dennoch schafften die Molschder den Ausgleich. Nachdem Wurtz kurz vor dem Strafraum gefoult wurde, schoss Eggert den fälligen Freistoß zielgenau ins linke Eck (64.). Doch wieder schlief der FCS hinten, eine Ecke von Mintzel verlängerte Hübner zu dem erneut allein gelassen Janjic, welcher den Ball eine Minute nach dem erneuten Ausgleich zum 3:2 Endstand einnetzte. Anschließend spielte Wehen logischerweise auf Ergebnis halten.

SV Wehen-Wiesbaden - 1. FC Saarbrücken 3:2

Der FCS spielte offensiv zwar gut, die Defensive zeigte sich aber gewohnt löchrig. Spielt man dann noch eine Halbzeit zu Zehnt ist eben die nächste Niederlage perfekt. Laut BILD-Zeitung sieht man im Präsidium nun für den Sommer Handlungsbedarf in der Defensive. Klasse Herr Ebertz, nächstes Mal mich oder noch viel besser Dieter Ferner im November fragen, dann wisst auch ihr im Präsidium das schon Monate bevor ihr von selbst drauf kommt.

 

Die Polizei beim Fußball – Logik geht anders

Zum Abschluss noch etwas was indirekt mit dem FCS, aber vor allem mit der Polizei (bei Fußballspielen) zu tun hat. Am Mittwoch spielt der FCS bekanntlich im Saarlandpokal gegen den FSV Jägersburg. Das Spiel wurde aus Sicherheitsgründen in das Homburger Waldstadion verlegt. Kann man über diese Entscheidung im Einzelnen schon den Kopf schütteln, wird das ganze noch mehr zum Fremdschämen, wenn man auf den Samstag zurückblickt. Da stand in der Oberliga nämlich das Derby zwischen Neunkirchen und Homburg an. Nun waren im Neunkircher Ellenfeld die Homburger aber nicht wie üblich im Gästeblock hinter dem Tor untergebracht (der Bereich ist wie eigentlich das ganze Ellenfeld baufällig, auch ein Skandal, das schönste Stadion des Saarlandes verfallen zu lassen, bis es irgendwann einstürzt), sondern auf der Gegengerade. Für die nicht so mit dem Stadion vertrauten Leser: Dies bedeutete, das zwischen den Anhängern beider Vereine nicht einmal ein Zaun vorhanden war. Desweiteren hatten beide Gruppen Zugang zur Stadionklause, was sich, wenn die Gästefans auf der Gegengerade stehen, auch kaum verhindern lässt. Heute wundert man sich dann in der Saarbrücker Zeitung über sieben Verletzte. Natürlich absolut unnötig, aber bei dieser Konstellation muss sich niemand wundern – ich zumindest nicht.


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1. FC Saarbrücken – der Verein, den man nie verstehen wird

Die Idee Bielefeld und Aalen in einem Bericht zu bearbeiten scheint rückblickend besonders gut gewesen zu sein. Selten hat man in drei Tagen solch große Unterschiede gesehen. Konnte man gegen Bielefeld noch absolut annehmen, dass die Mannschaft gegen den Trainer spielt, weiß man nun nach dem Spiel gegen Aalen gar nicht mehr, was man nun denken soll.

Bielefeld: Wir können noch Fußball spielen, wollen aber nicht.

1. FC Saarbrücken - DSC Arminia Bielefeld 2:4

Arminia-Anhang im C-Block

Den Eindruck musste man fast zwangsläufig aus dem Spiel gegen die Arminia gewinnen. In den ersten 10 Minuten spielte man top, hatte zunächst zwei gute Chancen durch Eggert (2.) und Laux (3.), die man noch vergab, ehe Wurtz einen Eckball zum 1:0 einnetzte (7.). Danach war dann aber wieder Ende mit gutem Fußball der Hausherren, Bielefeld kam mehr und mehr ins Spiel und Hille erzielte in der 20. Minute das 1:1. Hierbei spielt vor allem das wie eine Rolle: vier FCS-Spieler liefen mit dem Bielefelder Klos mit, ohne ihn wirklich anzugreifen, nach dessen Flanke rutsche Forkel aus und Marina konnte das Tor auch nicht mehr verhindern. Fast schon überraschend stand es zur Halbzeit noch 1:1.

Dennoch wurde es nicht besser, in der 52. Minute war es erneut Hille, der nach Vorarbeit von Klos das 1:2 erzielte.  Als in der 63. Minute Heithölter per Freistoß auf 1:3 erhöhte, waren die Zuschauer endgültig bedient. Daran änderte auch das 2:3 von Ziemer in der 81. Minute nichts mehr, zumal Schütz 2 Minuten später den alten Abstand und auch den 2:4-Endstand herstellte.

Aalen: Jetzt wollen wir auch wieder.

Vor der Partie ging die Saarbrücker Zeitung auf Ursachenforschung, wobei mich dort eine Aussage Borgards doch zum Schmunzeln brachte:

Ferners Entscheidung, nach der Saison beim FCS aufzuhören, “hat nichts mit der derzeitigen Leistung auf dem Platz zu tun.”

Na so ein Glück, ich dachte schon Ferners Rauswurf Rücktritt könnte schuld sein, gut das ich jetzt weiß dass dem nicht so ist…

1. FC Saarbrücken - VfR Aalen 4:2

Trainer und Mannschaft unter ferner liefen, Vereinsführung gewohnt planlos - Das Interesse weniger wird niemals über der Liebe mehrerer stehen

Was dann am Abend folgte, dürfte viele verwirrt haben: Der FCS spielte plötzlich wieder wie in der Hinrunde. Bereits in der ersten Minute hatte Saarbrücken bereits Pech, Özbek traf nur die Latte. Zehn Minuten später eroberte Stiefler auf der Außenbahn den Ball, flankte auf Ziemer und der erzielte das 1:0. In der 25. Minute legten die Molschder nach. Eggert zu Lerandy, der köpft den Ball zu Ziemer welcher wiederum Stiefler zum 2:0 einköpfen lässt. So ging es auch in die Pause.

Nun waren auch die Fans voll da, während in der ersten Halbzeit noch aufgrund der Leistungen der vergangenen Wochen ein Stimmungsboykott abgehalten wurde. Dann meldete sich Aalen zurück, nach einem Freistoß erzielte Herröder das 2:1. Während ich schon einen Endstand von 2:3 befürchtete, machte sich die Mannschaft in diese Richtung glücklicherweise keine Gedanken. Nach 56 Minuten legte der eingewechselte Laux auf Ziemer ab und der erhöhte auf 3:1. In der 64. Minute war es erneut Ziemer, der nach einer Vorlage, die dieses Mal von Kruse kam, auch das 4:1 nachlegte. Zwar machte Aalen nach einem Eckball in der 76. Minute noch das 4:2, am Saarbrücker Sieg änderte das aber nichts mehr. Die Spieler bedankten sich anschließend für die teils wüsten Beschimpfungen vom Samstag und gingen nach dem Spiel statt zu den Fans in die Kabine. Absolut nachvollziehbar, was da teilweise gesagt wurde ist nicht zitierfähig. Die Protestaktion der Fans in der ersten Halbzeit hatte damit hingegen nichts zu tun.

1. FC Saarbrücken - VfR Aalen 4:2

Stiefler bejubelt das 2:0

Wochenresümee: Ich bin verwirrt.

Wie erklärt man das nun logisch? Die Antwort ist recht einfach: Gar nicht! Zumindest mir entzieht sich eine logische Erklärung wie innerhalb von drei Tagen die Form einer Mannschaft sich um Welten ändern kann. Zwar kann man es diese Saison auch auf die Liga schieben, schließlich könnte hier schon einer mit 30 Punkten Vorsprung Meister sein, wenn es denn eine herausragende Mannschaft geben würde. Allerdings muss ich schon gestehen, beim FCS geht es einem einfach regelmäßig so. Aber was solls, wollte ich nen einfachen Verein haben wär ich Bayern Fan geworden. Bayern-Fans unter meinen Lesern mögen mir diese Frechheit verzeihen. ;-)

In jedem Fall darf man gespannt sein wie es beim höchstklassigen saarländischen Verein weiter geht. Am Samstag geht es zum vor der Saison Aufstiegsfavoriten, inzwischen aber Abstiegskandidaten Wehen-Wiesbaden.

1. FC Saarbrücken - VfR Aalen 4:2

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Zur Erholung zum Heimatverein

Am Sonntag habe ich es auch mal wieder in die Kreisliga geschafft. Nachdem ich in der Vorwoche das Topspiel der KL A Obere Saar zwischen Altenwald (1.) und DJK Neuweiler (2.) verpasste, konnte ich jedoch auch dieses Mal nicht das komplette Spiel sehen, schaffte es erst zur Halbzeit nach Jägersfreude, um meinen Heimatverein beim Auswärtsspiel zu unterstützen. Ein solches Topspiel wie die Woche davor war es aber nicht, Jägersfreude hat schon einige Punkte liegen gelassen und mit dem Aufstiegskampf nicht mehr viel am Hut.

TuS Jägersfreude - SVG Altenwald 0:2

Weiland erzielt das 0:2.

Die erste Halbzeit ist von meiner Seite aus dann logischerweise auch schnell erklärt, da ich mich nur auf meine Scouts berufen kann. Jägersfreude spielte von Anfang an sehr defensiv und wollte über Konter zum Torerfolg kommen, während die Eintracht sich an der TuS-Defensive die Zähne ausbiss. Da aber auch die Konter der Gastgeber nicht zum Torerfolg führten, stand es zur Halbzeit noch 0:0.

Auch in der zweiten Hälfte ein ähnliches Bild. Altenwald rannte an, kam aber selten gefährlich durch den Abwehrriegel des Gegners, während die TuS mit ihren Kontern meist auch nicht bis zum Altenwalder Gehäuse durch kam. Mit zunehmender Spieldauer merkte man Jägersfreude aber an, dass sie dem Druck der Gäste nicht mehr lange standhalten würden und so häuften sich auch die Gelegenheiten immer weiter. Zwar hatte Manuel Grün nach 75 Minuten die Chance zur Führung, er scheiterte aber am Altenwalder Keeper. In der 80. Minute zahlte sich dann die Geduld der Eintracht aus, Peter Weiland kam durch die Verteidigung und netzte zum 0:1 ein. Jägersfreude musste nun aufmachen, kam auch noch zu einer guten Gelegenheit, die Torhüter Maximilian Therres im Altenwalder Gehäuse aber entschärfte. In der 90. Minute war es dann erneut Peter Weiland, der mit dem 0:2 alles klar machte und die Eintracht zu drei Punkten führte.

TuS Jägersfreude - SVG Altenwald 0:2

Eintracht Altenwald bejubelt den 0:2-Erfolg über Jägersfreude.

Mehr Bilder vom Spiel gibt es in der Galerie. Mit etwas Glück sehe ich kommendes Wochenende sogar mal wieder ein ganzes Spiel der Eintracht, dann geht es im Topspiel gegen den Tabellenvierten FV Bischmisheim II.

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FCS mit 1 1/2 Beinen im Champions-League Finale

“Ist der bei seinem Verein nun komplett durchgedreht?” – Ich nehme an das denken einige bei der Überschrift. Aber nein, es ist tatsächlich wahr. Allerdings geht es nicht um Fußball, sondern um die Tischtennis-Abteilung.

Am gestrigen Freitag-Abend traf der FCS-TT um 19 Uhr in der Joachim-Deckarm-Halle im Champions-League Halbfinal-Hinspiel auf UMMC Ekaterinburg. Hatte Saarbrückens Bastian Steger am Vortag noch auf einen 3:2-Sieg gehofft, sollte es doch viel besser kommen. Aber von Anfang an. 1.600 Zuschauer kamen in die Halle, um das Duell der Saarbrücker mit einem der europäischen Top-Teams anzusehen.

1. FC Saarbrücken-TT - UMMC Ekaterinburg 3:0

Steger vs. Shibaev

Im ersten Match trafen Bastian Steger und Alexander Shibaev aufeinander. Steger wirkte im ersten Satz noch nicht voll anwesend und verlor auch dementsprechend klar mit 11:4. Im zweiten Satz wurde das dann aber schnell besser, meldete sich mit einem 11:7 zurück. Im dritten Durchgang hatte dann aber wieder Shibaev die Nase vorn und konnte den Satz mit 11:5 für sich entscheiden. Und auch im vierten Satz befand er sich schon auf der Siegerstraße, als Steger beim Stand von 7:5 für Shibaev wieder aufdrehte und den Satz noch mit 11:8 für sich entschied. Die Entscheidung um den ersten Punkte musste also in Satz 5 fallen. Sein Gegner wurde nun nervös und versuchte sich mit unsportlichen Spielchen Vorteile zu verschaffen, doch der deutsche Meister ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und holte ein 11:5 und damit auch den ersten Punkt für Saarbrücken.

Monteiro vs. Yingchao

Im zweiten Duell des Abends standen sich Joao Monteiro und Hou Yingchao gegenüber. Den ersten Satz konnte der Chinese, der als Weltklasse-Abwehrspieler gilt, noch mit 7:11 für sich entscheiden. Im zweiten Satz war Monteiro dann aber voll auf Yingchao eingestellt, und holte mit der nötigen Nervenstärke im zweiten Satz ein 13:11. Nachdem er mit einem 11:6 im dritten Satz in Führung ging war das Publikum vollends begeistert. Und auch im 4. Satz konnte Yingchao dem Portugiesen nicht das Wasser reichen, Monteiro entschied den Satz mit 11:8 für sich.

1. FC Saarbrücken-TT - UMMC Ekaterinburg 3:0

Tokic vs. Maze

Damit stand es bereits 2:0 für den FCS. Im dritten Einzel des Abends traf nun Michael Maze für UMMC Ekaterinburg auf Bojan Tokic für die Saarbrücker. Auch für den Europameister von 2009 ging es schlecht los, denn Tokic konnte den ersten Satz mit 11:7 für sich entscheiden. Doch der Däne wollte sich noch nicht geschlagen geben und glich mit einem 11:8 wieder aus. Aber auch Tokic behielt die Nerven und konnte durch ein 11:9 im dritten Satz den FCS erneut in Führung bringen. Maze gab allerdings immernoch nicht auf und kämpfte sich mit einem 11:7 im vierten Satz zum erneuten Unentschieden. Erneut musste also der fünfte Satz die Entscheidung bringen. Nachdem Tokic schnell mit drei Punkten führte zeigten die Russen Nerven und sowohl Schläger, als auch Spieler Shibaev flogen aus dem Innenraum.  Tokic brachte den Satz dann auch mit einem 11:7 nach Hause und die Halle in Partystimmung.

1. FC Saarbrücken-TT - UMMC Ekaterinburg 3:0

3:0, im Tischtennis ein unfassbar gutes Ergebnis. Dem FCS reicht im Rückspiel bereits ein Punkt um ins Champions-League Finale einzuziehen. Mit der Leistung aus dem Hinspiel wird dies sicherlich gelingen. Weitere Bilder vom Spiel gibt es in der Galerie.

1. FC Saarbrücken-TT - UMMC Ekaterinburg 3:0

Der sportliche Leiter Erwin Berg sichtlich begeistert und gerührt vom gerade errungenen Erfolg.

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…dabei hatte das Fußball-Wochenende so schön begonnen

Dieses Wochenende konnte der FCS erneut keinen Sieg in der 3. Liga einfahren (Siehe letzten Blogpost). Dabei war das aber keineswegs das einzige Spiel der Molschder, welches ich am Wochenende besuchte, denn bereits am Samstag spielte zunächst die U19 des FCS in der A-Junioren Bundesliga gegen Kaiserslautern, anschließend die 2. Mannschaft gegen die 2. von Elversberg. Außerdem finden sich am Artikelende noch 2 Newsmeldungen. Bei den Spielberichten fange ich zur Abwechslung einmal hinten an.

Um 15 Uhr traf die U23 auf dem Kunstrasen am FC-Sportfeld auf Elversberg II. Für Saarbrücken war es das erste Pflichtspiel 2012 – die beiden vorher angesetzten Partien fielen dem Wetter zum Opfer – Elversberg hatte in der Vorwoche bereits gegen Triers 2. Mannschaft souverän mit 5:0 gewonnen. Obwohl der FCS II noch relativ weit hinten gastiert, während man den SVE II im  Mittelfeld findet, rissen die Gastgeber sogleich die Kontrolle über das Spiel an sich. In der 20. Minute legte der wieder nach Saarbrücken zurückgekehrte Michael Petry für Kapitän Marc Hümbert vor, welcher den Ball zum 1:0 ins Netz schoss.

1. FC Saarbrücken II - SV Elversberg II 2:1

Nach der Halbzeit kam Elversbergs U23 dann besser ins Spiel. Während bei einer Chance des eingewechselten Murat Adigüzel noch der FCS-Neuzugang Plamen Petrov im Tor zur Stelle war, konnte Nicolas Fernandez aus dem Regionalliga-Kader den Ball in der 76. Minute nach einem Freistoß zum Ausgleich ins Tor schieben. Die Hausherren gaben nun noch einmal alles und wurden in der 89. Minute belohnt. Eine Flanke von Thomas Will köpfte Petry zum 2:1-Siegtreffer ins Tor.    Weitere Bilder zum Spiel.

Auch A-Junioren erfolgreich

Um 13 Uhr durfte bereits die A-Junioren ihr können zeigen. In der Vorwoche gab es beim Abstiegskonkurrenten Unterhaching eine 6:1-Klatsche, die Chancen auf den Klassenerhalt sind damit nur noch minimal. Um wenigstens diesen Funken Hoffnung zu erhalten, musste im Derby unbedingt ein Sieg her.

So spielten die Blau-Schwarzen dann aber auch, den Gästen aus der Pfalz von Anfang an klar überlegen. Jaron Schäfer erzielte nach 18 Minuten das verdiente 1:0, Frederic Ehrmann legte 12 Minuten später mit einem sehenswerten Freistoß das 2:0 nach. Kaiserslautern hingegen war in der Offensive praktisch nicht vorhanden.

1. FC Saarbrücken U19 - 1. FC Kaiserslautern U19 5:2

Richtig Action kam dann Mitte der zweiten Halbzeit ins Spiel. In der 60. Minute schoss Jaron Schäfer einen Freistoß, der wurde von einem Spieler der Gäste ins eigene Tor gelenkt. Eine Minute später erzielte Nils Rattke im direkten Gegenzug das 3:1. Dann folgte ganz großes Kino: vom Anstoßpunkt hinweg schoss Sebastian Jacob den Ball über den Gästetorwart Bakary Sanyang ins Tor (62.). 3 Minuten später schlug Sebastian Jacob erneut zu und erzielte nach Vorarbeit von Timo Herrmann das 5:1. Zwar gelang dem kurz darauf mit gelb-rot vom Platz geflogenen Nils Rattke in der 73. Minute noch das 5:2, mehr als Ergebniskorrektur war dies aber nicht mehr.   Weitere Bilder zum Spiel.

Pisano fällt länger aus

Heute gab es dann aber auch noch eine Nachricht von der 1. Mannschaft. Im gestrigen Spiel bei Darmstadt 98 zog sich Pisano einen Innen- und Außenbandriss zu und fällt damit 4-6 Wochen aus. Pisano wird diese Saison vom Verletzungspech geradezu verfolgt, fällt er damit doch bereits zum dritten Mal aus. An dieser Stelle wünsche ich gute Besserung, mögest du bald wieder fit sein!

SV Darmstadt 98 - 1. FC Saarbrücken 1:0

 

Zum Abschluss noch ein Hinweis in eigener Sache: Wie auch am letzten Bild unschwer zu erkennen ist, bin ich ein Redaktionsmitglied und Fotograf des FCS Fanzines “Der Leuchtturm”. Am Samstag beim Heimspiel gegen Arminia Bielefeld erscheint mit Heft 10 unsere Jubiläumsausgabe, erhältlich zum Preis von 1€ an allen Eingängen des Stadions (Ausnahme ist der Gästeblock) ab ca. 12:30.

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Ein Satz mit “x”: Schon wieder war’s nix mit einem Sieg

Nachdem der FCS vergangenes Wochenende frei bekam und das Spiel in Osnabrück nicht mehr so sehr im Gedächtnis war, ging es Sonntags nach Hessen zum SV Darmstadt 98. Frohen Mutes brachen wir mit geschätzten 1.200 weiteren FCS Fans auf, um endlich den ersten Sieg des Jahres einzufahren. Nach einer lustigen 20 Minuten-Wanderung durch Darmstadt erreichte man dann auch irgendwann wirklich das Stadion. Die Mannschaft war schon etwas länger da, musste jedoch neben dem gesperrten Ziemer auch auf den verletzten Wurtz verzichten.

SV Darmstadt 98 - 1. FC Saarbrücken 1:0

Hätten die Leute gewusst was kam, wären wohl einige der offiziell 6.000 Zuschauer (inoffiziell wohl eher 8.000) lieber zu Hause geblieben. Es sollte ein wirklich schlechtes Match werden, in dem sich beide Teams in der Offensive an Harmlosigkeit zu übertreffen versuchten. Den Anfang machte der FCS bereits früh, nach 10 Minuten tauchte Giuseppe Pisano völlig einsam vor dem Darmstädter Torwart Jan Zimmermann auf. Doch statt den Ball ins Tor zu schießen, schoss er tatsächlich noch über 5m am Gehäuse vorbei. Auch sonst konnte Pisano spielerisch erneut leider nicht positiv auf sich aufmerksam machen, bis er in der 24. Minute verletzt ausgewechselt werden musste. Der für ihn eingewechselte Laux schoss nach 31 Minuten knapp am Tor vorbei. 3 Minuten später die größte FCS-Chance, doch da fehlte das nötige Glück. Der Ex-Darmstädter Sökler schoss einen Ball an den Pfosten. Die einzige Darmstädter Chance in Durchgang eins entschärfte Marina.

Gab es in der ersten Halbzeit wenigstens noch nennenswerte Chancen, wurde auch das in Halbzeit zwei größtenteils eingestellt. Lediglich Eggert hatte nach 72 Minuten eine ernsthafte Chance ein Tor zu erzielen. Währenddessen sah ich das Unheil bereits nahen und warnte schon einmal “Pass uff, gleich mache die noch es 1:0.” Und nichteinmal eine Minute nach meiner Vorhersage machten mich die Lilien zum Hellseher, nach einer Ecke erzielte Andreas Gaebler in der 82. Minute den Führungstreffer für die Gastgeber. Dabei blieb es dann auch.

Eigentlich war es ein wirklich schlechtes Spiel von beiden Seiten, das keinen Sieger verdient hatte. Dennoch geschieht die Niederlage uns leider recht, bei so einer Offensivleistung hat man es nicht anders verdient. Luginger muss sich die Frage gefallen lassen, warum immer wieder dieselben Spieler auf dem Platz stehen, stellen sie doch schon seit Wochen unter Beweis, derzeit einfach nicht in der Lage zu sein, aus dem Spiel ein Tor zu erzielen, während sich Nachwuchstalente wie beispielsweise Kizmaz und Dausend außen beim Aufwärmen langweilen müssen. Dass die mitgereisten Fans im Gästeblock auch irgendwann einmal die Nase voll haben nachdem seit Monaten nur noch Grottenkicks geboten werden ist auch absolut verständlich, während “Wir sind Saarbrücker und ihr nicht”-Rufe dann doch ziemlich peinlich sind, was man allein schon daran sieht, dass die Mannschaft sich auch wenn es nicht läuft den Fans stellt. Ich erinnere hier nur an eine Söldnertruppe, die sich nach dem Abstieg 07 in einer Nacht und Nebel Aktion aus dem Staub gemacht hat. Auch der Vorstand muss sich mindestens(!) eine Frage stellen lassen: Warum schickt man den zum Sommer scheidenden Ferner zur Fanberuhigung an den Zaun und versteckt sich selbst auf der Haupttribüne? Insbesondere der große Harald Ebertz, der ja schließlich Ferner beerben will (möge Gott uns vor dem Schicksal bewahren, ich will nicht wieder in die Regionalliga) müsste da doch eher hervor eilen. Um den Bericht im Stil von Präsident Borgard zu beenden: Gehen sie davon aus, dass wir auch wieder Tore aus dem Spiel erzielen werden – nur wann ist die Frage.

SV Darmstadt 98 - 1. FC Saarbrücken 1:0

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